Das LCC-Tool in CircularLCA

Mit der Lebenszykluskostenanalyse ganzheitlich nachhaltig planen

Nachhaltige Planung scheitert oft an doppelter Datenpflege und unübersichtlichen Excel-Tabellen. Das neue LCC-Modul in CircularLCA schafft Abhilfe: Es vereint Ökobilanzierung (LCA) und Lebenszykluskosten (LCC) nahtlos in einem Tool.

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Das LCC-Modul in CircularLCA: Nahtlose Integration statt Insel-Lösungen

Mit der offiziellen Einführung des LCC-Moduls wird die Lebenszykluskostenrechnung direkt in CircularLCA integriert. Das manuelle Übertragen von Daten und der zeitintensive Wechsel zwischen unterschiedlichen Software-Tools gehören damit der Vergangenheit an.

Was ist eine Lebenszykluskostenanalyse (Life Cycle Costing – LCC)?

Die Lebenszykluskostenanalyse (LCC) ist eine Methode zur Bewertung aller Kosten, die während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes entstehen. Anders als die klassische Baukostenplanung, die sich primär auf die reinen Anschaffungs- und Herstellkosten (Investitionskosten) konzentriert, blickt LCC weit darüber hinaus.

Sie umfasst den gesamten Zyklus eines Bauwerks:

  1. Herstellungs- und Errichtungskosten: Die initialen Investitionen für Baumaterialien, Konstruktion und Ausführung.

  2. Nutzungs- und Betriebskosten: Laufende Kosten während der Gebäudenutzung (z. B. Energie, Wasser, Reinigung, Wartung).

  3. Instandhaltungs- und Reinvestitionskosten: Aufwände für Reparaturen, Bauteilaustausche und periodische Erneuerungen.

  4. End-of-Life-Kosten: Aufwände für Rückbau, Abbruch, Verwertung und Entsorgung der Materialien am Ende der Lebensdauer.

Warum ist LCC für die Gebäudeplanung so wichtig?

1. Vermeidung von „versteckten“ Folgekosten

Oft erscheinen Bauentscheidungen in der Anschaffungsphase günstig, erweisen sich aber im Betrieb als Kostenfallen. Ein vermeintlich preiswertes Bauteil oder System kann durch hohe Wartungsintensität, kurze Austauschintervalle oder schlechte Energieeffizienz über die Jahre extrem teuer werden. LCC schafft hier von Beginn an Transparenz.

2. Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie

Nachhaltiges Bauen ist erst dann langfristig erfolgreich, wenn es auch wirtschaftlich tragfähig ist. Baustoffe, die eine hervorragende Ökobilanz (LCA) aufweisen – wie z. B. langlebige oder kreislauffähige Materialien – schneiden oft auch in der LCC-Betrachtung exzellent ab, da sie seltener ausgetauscht werden müssen und einen höheren Restwert besitzen.

3. Voraussetzung für Gebäudezertifizierungen (DGNB, QNG, BNB)

Ob DGNB, BNB oder das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG): Lebenszykluskosten sind ein fester und essenzieller Bestandteil aller gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen und Förderstandards. Eine standardkonforme LCC-Berechnung ist somit eine Grundvoraussetzung, um nachhaltige Gebäude zertifizierungs- und förderfähig zu machen.

Die Vorteile im Planungsalltag auf einen Blick:

  • Standardkonform ohne Zusatzaufwand: Berechne die Lebenszykluskosten direkt nach den offiziellen Konventionen von DGNB, QNG und BNB. Das Modul greift dabei direkt auf deine bereits hinterlegten Produktdaten zu.

  • Fundierte Investitionsentscheidungen: Von den Herstellkosten über spezifische Instandhaltungsintervalle bis hin zum geplanten Bauteilaustausch: Du siehst sofort und transparent, welche finanziellen Auswirkungen Entscheidungen über Jahrzehnte hinweg für Bauherr:innen und Investor:innen haben.

  • Ein Tool, alle Kennzahlen: Schluss mit parallelen Insellösungen und fehleranfälligen Tabellen. Ökobilanzierung (LCA) und Lebenszykluskosten (LCC) laufen ab sofort auf einer einzigen, einheitlichen Datenbasis.

Effizienter planen, fundierter entscheiden

Das LCC-Modul in CircularLCA nimmt der komplexen Lebenszykluskostenrechnung den Schrecken und spart wertvolle Zeit im Zertifizierungs- und Planungsalltag. So triffst du und deine Kund:innen Entscheidungen, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch auf festen Beinen stehen.

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