Lebenszykluskosten LCC

Lebenszykluskosten (LCC) integriert mit LCA & Betriebsenergie gleichzeitig berechnen

Lebenszykluskosten berechnen bedeutet bisher: doppelte Datenpflege, unübersichtliche Excel-Tabellen und ein ständiger Wechsel zwischen Tools. Das neue LCC-Modul in CircularLCA schafft Abhilfe. Es vereint Ökobilanzierung (LCA) und Lebenszykluskostenanalyse (LCC) in einer Software – standardkonform nach DGNB, QNG und BNB, auf einer einzigen Datenbasis.

Kostenlos testen

Das LCC-Modul in CircularLCA: eine Software statt Insellösungen

Mit der offiziellen Einführung des LCC-Moduls ist die Lebenszykluskostenrechnung direkt in CircularLCA integriert. Das manuelle Übertragen von Mengen und Bauteildaten sowie der zeitintensive Wechsel zwischen verschiedenen Software-Tools gehören damit der Vergangenheit an: Du arbeitest mit denselben Bauteil- und Produktdaten, die deiner Ökobilanz zugrunde liegen – und siehst ökologische und ökonomische Ergebnisse nebeneinander.

lebenszykluskosten lcc berechnen

Was ist eine Lebenszykluskostenanalyse (Life Cycle Costing – LCC)?

Die Lebenszykluskostenanalyse (LCC) ist eine Methode zur Bewertung aller Kosten, die während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes entstehen. Anders als die klassische Baukostenplanung nach DIN 276, die sich primär auf Anschaffungs- und Herstellkosten konzentriert, blickt die LCC weit darüber hinaus – bis zum Rückbau.

Die vier Kostengruppen im Gebäudelebenszyklus

  1. Herstellungs- und Errichtungskosten: die initialen Investitionen für Baumaterialien, Konstruktion und Ausführung.
  2. Nutzungs- und Betriebskosten: laufende Kosten während der Gebäudenutzung, z. B. Energie, Wasser, Reinigung und Wartung.
  3. Instandhaltungs- und Reinvestitionskosten: Aufwände für Reparaturen, Bauteilaustausche und periodische Erneuerungen.
  4. End-of-Life-Kosten: Aufwände für Rückbau, Abbruch, Verwertung und Entsorgung der Materialien am Ende der Lebensdauer.

Damit macht die LCC sichtbar, was in der reinen Baukostenplanung unsichtbar bleibt: Über einen Betrachtungszeitraum von typischerweise 50 Jahren übersteigen Nutzungs- und Instandhaltungskosten die Herstellkosten in der Regel deutlich.

Warum Lebenszykluskosten in der Gebäudeplanung entscheidend sind

1. Versteckte Folgekosten früh erkennen

Oft erscheinen Bauentscheidungen in der Anschaffungsphase günstig, erweisen sich aber im Betrieb als Kostenfalle. Ein vermeintlich preiswertes Bauteil kann durch hohe Wartungsintensität, kurze Austauschintervalle oder schlechte Energieeffizienz über die Jahre extrem teuer werden. Eine LCC-Berechnung schafft hier von der ersten Variantenuntersuchung an Transparenz.

2. Ökologie und Ökonomie gemeinsam bewerten

Nachhaltiges Bauen ist erst dann langfristig erfolgreich, wenn es auch wirtschaftlich tragfähig ist. Baustoffe mit guter Ökobilanz – etwa langlebige oder kreislauffähige Materialien – schneiden häufig auch in der Lebenszykluskostenanalyse gut ab: Sie müssen seltener ausgetauscht werden und besitzen am Lebensende einen höheren Restwert. Genau diese Verbindung macht die gemeinsame Datenbasis von LCA und LCC wertvoll.

3. Pflichtbestandteil der Zertifizierung: DGNB, QNG und BNB

Ob DGNB, BNB oder das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG): Lebenszykluskosten sind fester Bestandteil aller gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen und Förderstandards. Eine standardkonforme LCC-Berechnung ist damit Grundvoraussetzung, um Gebäude zertifizierungs- und förderfähig zu machen – und in der Praxis oft der Punkt, an dem im Projekt Zeit verloren geht.

Lebenszykluskosten berechnen

So funktioniert das LCC-Modul

  1. Bauteil- und Produktdaten nutzen: Das Modul greift auf die Daten zu, die du für die Ökobilanz bereits in CircularLCA hinterlegt hast – keine erneute Erfassung.
  2. Kostenansätze und Intervalle hinterlegen: Herstellkosten, Instandhaltungsintervalle und geplante Bauteilaustausche pro Bauteil.
  3. Nach offizieller Konvention rechnen: Die Berechnung folgt den Konventionen von DGNB, QNG und BNB.
  4. Ergebnisse gemeinsam auswerten: LCA- und LCC-Kennzahlen nebeneinander – als Grundlage für Variantenvergleiche und den Zertifizierungsnachweis.
lcc lebenszykluskosten circularlca

Deine Vorteile im Planungsalltag auf einen Blick

  • Standardkonform ohne Zusatzaufwand: Berechne die Lebenszykluskosten direkt nach den offiziellen Konventionen von DGNB, QNG und BNB – auf Basis deiner bereits hinterlegten Produktdaten.
  • Fundierte Investitionsentscheidungen: Von den Herstellkosten über Instandhaltungsintervalle bis zum geplanten Bauteilaustausch siehst du transparent, welche finanziellen Auswirkungen Planungsentscheidungen über Jahrzehnte für Bauherr:innen und Investor:innen haben.
  • Ein Tool, alle Kennzahlen: Schluss mit parallelen Insellösungen und fehleranfälligen Tabellen. Ökobilanzierung (LCA) und Lebenszykluskosten (LCC) laufen auf einer einheitlichen Datenbasis.
  • Weniger Zeitaufwand im Nachweis: Kein Datenexport, kein Abgleich zweier Tools, keine Versionsverwirrung kurz vor Abgabe.
circularlca mit lcc modul

Für wen ist das LCC-Tool geeignet?

Architektur- und Planungsbüros

Varianten früh ökologisch und ökonomisch vergleichen

Nachhaltigkeitsberatung und Auditor:innen

LCC-Nachweise für DGNB, QNG oder BNB

Bestandshalter, Projektentwickler und Investor:innen

Lebenszykluskosten als Entscheidungsgrundlage für Neubau, Sanierung oder Rückbau

Jetzt CircularLCA kennenlernen!

Kontakt aufnehmen

Häufige Fragen zur Lebenszykluskosten-Analyse (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen LCC und der Baukostenplanung nach DIN 276?

Die DIN 276 erfasst die Kosten für Herstellung und Errichtung. Die Lebenszykluskostenanalyse ergänzt sie um Nutzungs-, Instandhaltungs- und Rückbaukosten und betrachtet damit den gesamten Gebäudelebenszyklus.

Welche Normen und Konventionen gelten für die LCC?

Methodisch relevant sind unter anderem die ISO 15686-5 (Life Cycle Costing) und die DIN 18960 (Nutzungskosten im Hochbau). Für Zertifizierungen sind zusätzlich die Berechnungskonventionen von DGNB, BNB und QNG maßgeblich.

Über welchen Zeitraum werden Lebenszykluskosten berechnet?

In den gängigen Zertifizierungssystemen ist ein Betrachtungszeitraum von 50 Jahren üblich.

Brauche ich für QNG eine LCC-Berechnung?

Ja – Lebenszykluskosten sind Bestandteil der gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen und Förderstandards und damit Voraussetzung für die Förderfähigkeit.

Welche Daten brauche ich für eine LCC-Berechnung in CircularLCA?

Die Bauteil- und Mengendaten deines Projekts, Kostenansätze für Herstellung und Instandhaltung sowie Nutzungsdauern und Austauschintervalle. Bereits in CircularLCA hinterlegte Produktdaten werden automatisch übernommen.

Kann ich LCA und LCC gemeinsam auswerten?

Ja. Beide Berechnungen laufen in CircularLCA auf einer Datenbasis, sodass ökologische und ökonomische Kennzahlen direkt vergleichbar sind.