Was ist eine Lebenszykluskostenanalyse (Life Cycle Costing – LCC)?
Die Lebenszykluskostenanalyse (LCC) ist eine Methode zur Bewertung aller Kosten, die während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes entstehen. Anders als die klassische Baukostenplanung nach DIN 276, die sich primär auf Anschaffungs- und Herstellkosten konzentriert, blickt die LCC weit darüber hinaus – bis zum Rückbau.
Die vier Kostengruppen im Gebäudelebenszyklus
- Herstellungs- und Errichtungskosten: die initialen Investitionen für Baumaterialien, Konstruktion und Ausführung.
- Nutzungs- und Betriebskosten: laufende Kosten während der Gebäudenutzung, z. B. Energie, Wasser, Reinigung und Wartung.
- Instandhaltungs- und Reinvestitionskosten: Aufwände für Reparaturen, Bauteilaustausche und periodische Erneuerungen.
- End-of-Life-Kosten: Aufwände für Rückbau, Abbruch, Verwertung und Entsorgung der Materialien am Ende der Lebensdauer.
Damit macht die LCC sichtbar, was in der reinen Baukostenplanung unsichtbar bleibt: Über einen Betrachtungszeitraum von typischerweise 50 Jahren übersteigen Nutzungs- und Instandhaltungskosten die Herstellkosten in der Regel deutlich.
