Graue Energie und graue Emissionen
Graue Energie ist die Energie, die für Herstellung, Transport, Einbau, Austausch und Entsorgung der Baustoffe eines Gebäudes aufgewendet wird; graue Emissionen sind die dabei entstehenden Treibhausgase.
Im Englischen spricht man von embodied energy und embodied carbon. Gemeint ist alles, was nicht durch den Betrieb des Gebäudes entsteht. In den Lebenszyklusmodulen nach DIN EN 15978 sind das vor allem die Herstellung (A1–A3), der Austausch von Bauteilen während der Nutzung (B4) und das Lebensende (C3, C4).
Je effizienter ein Gebäude im Betrieb wird, desto größer ist der Anteil der grauen Emissionen an der Gesamtbilanz. Deshalb verlangen Zertifizierungen und Förderprogramme zunehmend eine Ökobilanz, die beide Seiten betrachtet.
Wo liegen die Hebel?
Die größten Hebel liegen früh in der Planung: Tragwerk, Baustoffwahl und der Erhalt von Bestand. Ein Variantenvergleich zeigt, welche Entscheidung wie viel spart.