Treibhauspotenzial (GWP)

Das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP) gibt an, wie stark ein Gebäude oder Bauprodukt zur Erderwärmung beiträgt – umgerechnet in CO₂-Äquivalente (CO₂e).

Verschiedene Treibhausgase wirken unterschiedlich stark. Damit sie vergleichbar werden, rechnet man sie in die Menge CO₂ um, die dieselbe Wirkung hätte. In der Gebäudeökobilanz wird das GWP meist in kg CO₂e pro Quadratmeter Nettoraumfläche und Jahr angegeben, damit Gebäude unterschiedlicher Größe vergleichbar sind.

Nach DIN EN 15804+A2 wird das GWP in mehrere Teile aufgeteilt: fossil, biogen sowie aus Landnutzung und Landnutzungsänderung (luluc). Die Summe ist das GWP-total.

Graue und betriebsbedingte Emissionen

Ein Teil des GWP entsteht durch Herstellung, Austausch und Entsorgung der Baustoffe (graue Emissionen), ein anderer durch den Energieverbrauch im Betrieb (Modul B6). Bei QNG und DGNB 2023 werden beide Teile gegen die Anforderungswerte gerechnet.

Alle Begriffe im Lexikon