LCC – Lebenszykluskosten (Prototyp)

💡 Zusammenfassung
Das LCC-Dashboard (Life Cycle Cost) auf der CircularLCA Plattform gibt einen übersichtlichen Überblick über die Lebenszykluskosten eines Gebäudes. Die Kosten werden produktbasiert über die Eigenschaft „Kosten pro Einheit” berechnet. Der aktuelle Prototyp deckt die Bausubstanz (Herstellung, Instandhaltung, Austausch) auf Basis der Rahmenbedingungen von DGNB 2023 und BNB ab.

⚠️ Prototyp-Hinweis
Das LCC-Dashboard befindet sich in einer frühen Prototyp-Phase und wird laufend weiterentwickelt. Funktionsumfang und Usability entsprechen noch nicht einem fertigen Produkt. Wenn Sie den Prototypen testen möchten oder Feedback haben, melden Sie sich bitte unter support@circularlca.de.

1. Einführung & Zielsetzung

Die Lebenszykluskosten (Life Cycle Cost, LCC) betrachten nicht nur die einmaligen Herstellungskosten eines Gebäudes, sondern auch die über den Betrachtungszeitraum anfallenden Folgekosten. Das LCC-Dashboard ergänzt damit die ökologische Bilanzierung (LCA) um die ökonomische Dimension und unterstützt Nutzende dabei, Kostentreiber über den Lebenszyklus sichtbar zu machen.

Das Modul nutzt dieselbe Datengrundlage (Produkte, Verknüpfungen, Mengen) wie die Ökobilanzierung – Kosten müssen also nicht in einem separaten Tool gepflegt werden.

2. Berechnungsumfang & Rahmenbedingungen

Der Prototyp rechnet nach den Rahmenbedingungen von DGNB 2023 und BNB (u. a. Nutzungsdauern und Betrachtungszeitraum).

Der Berechnungsumfang ist im Prototyp bewusst auf die Bausubstanz beschränkt. Berücksichtigt werden:

  • Herstellungskosten – die anfänglichen Kosten der verbauten Produkte.
  • Instandhaltung – laufende Kosten zum Werterhalt über den Betrachtungszeitraum.
  • Austausch – Ersatzkosten für Produkte, deren Nutzungsdauer kürzer ist als der Betrachtungszeitraum.

⚠️ Noch nicht enthalten
Betriebskosten (z. B. Energieträger aus den Betriebsemissionen) und Reinigungskosten sind im Prototyp noch nicht Teil der Berechnung (siehe Abschnitt 6 – Ausblick).

3. Workflow

In drei Schritten zum LCC-Ergebnis:

Schritt 1: Eigenschaft „Kosten pro Einheit” anlegen

Legen Sie in der Produktverwaltung für das jeweilige Bauprodukt unter „Eigene Eigenschaften” die Eigenschaft Kosten pro Einheit an und tragen Sie einen Wert ein. Der Wert entspricht den Kosten pro Referenzeinheit des Produkts (z. B. EUR/m²).

⚠️ Wichtig: Eigenschaftstyp „Zahl”
Die Eigenschaft Kosten pro Einheit muss vom Typ Zahl/Nummer sein. Wird sie als Mehrfachauswahl/Tag (oder ein anderer Typ) angelegt, kann die Plattform den Wert nicht verrechnen und das LCC-Ergebnis bleibt 0.

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Schritt 2: Produkt mit einem Objekt verknüpfen

Verknüpfen Sie das Produkt im aktiven Inventar mit einem Objekt, dessen Dimension zur Referenzeinheit passt. Erst über diese Verknüpfung kennt die Plattform die Menge, mit der die Kosten pro Einheit multipliziert werden.

  • Beispiel: Bei der Referenzeinheit m² muss das verknüpfte Objekt eine Fläche besitzen.

Ohne passende Mengen-Dimension kann keine Kostensumme gebildet werden.

Schritt 3: Ergebnisse im LCC-Dashboard ansehen

Öffnen Sie das LCC-Dashboard, um die berechneten Lebenszykluskosten einzusehen. Hier lassen sich auch die Rahmenbedingungen der Berechnung anpassen.

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4. Das LCC-Dashboard

🚧 In Arbeit
Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald die Inhalte des Dashboards (dargestellte Kennzahlen, Aufschlüsselungen und die anpassbaren Rahmenbedingungen) final beschrieben sind.

5. Bekannte Einschränkungen & Troubleshooting

Da es sich um einen Prototyp handelt, gibt es einige bekannte Punkte:

  • Mehrere gleichnamige Eigenschaften: Existieren mehrere Eigenschaften mit dem Namen Kosten pro Einheit (z. B. zusätzlich als Einfach- oder Mehrfachauswahl), schlägt die Berechnung fehl bzw. zeigt 0 an. Abhilfe: alle bis auf die korrekte Eigenschaft vom Typ Zahl entfernen. In einer späteren Version wird Kosten pro Einheit als feste Eigenschaft bereitgestellt, sodass dieser Fall nicht mehr auftreten kann.
  • Ergebnis bleibt 0: Häufigste Ursachen sind ein falscher Eigenschaftstyp (siehe Schritt 1) oder eine fehlende Verknüpfung mit einem Objekt passender Dimension (siehe Schritt 2).

6. Ausblick

Folgende Erweiterungen sind in Planung und im Prototyp noch nicht enthalten:

  • Kostenüberschreibung auf Ebene der Kostengruppen (KG) – z. B. auf KG Level 2 (z. B. 330) und/oder Level 3 (z. B. 331).
  • Erweiterung der Berechnung auf Energieträger aus den Betriebsemissionen sowie Reinigungskosten – mit dem Ziel, die DGNB-Anforderungen vollständig abzudecken.

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2026

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